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Mit dem Konzept der kinetischen Semantik erweitert Leikert die
psychoanalytische Begrifflichkeit in die Musik hinein. In Auseinandersetzung
mit Lacan, Ogden und Stern beschreibt er eine dritte Sprache des Psychischen
neben der lexikalischen Semantik der Sprache und der unbewussten Fantasie.
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Details für „Den Spiegel durchqueren Die kinetische Semantik in Musik und Psychoanalyse“
Mit dem Konzept der kinetischen Semantik erweitert Leikert die
psychoanalytische Begrifflichkeit in die Musik hinein. In Auseinandersetzung
mit Lacan, Ogden und Stern beschreibt er eine dritte Sprache des Psychischen
neben der lexikalischen Semantik der Sprache und der unbewussten Fantasie.
Musik ist Literatur in einer anderen Sprache – in der kinetischen Semantik.
Im Gegensatz zur lexikalischen Semantik der Sprache wird in der Musik
Bedeutung durch kunstvoll verflochtene Bewegungsfolgen erzeugt. Diese Bewegungsfolgen werden nicht, wie die Sprache,
gedanklich dekodiert, sondern vom Hörer dadurch rezipiert, dass sie im
Körpertonus nachgeahmt werden und auf diese Weise unmittelbar emotional
wirken. Dieser archaische Modus der Aufnahme von Bedeutung ist bereits
vorgeburtlich nachweisbar, er wird in der Musik kultiviert und spielt auch in
der klinischen Arbeit eine bedeutsame Rolle.
| Besetzung: | Musikbücher, Musikwissenschaft |
| Erscheinungsjahr: | 2008 |
| Schwierigkeit: | 0 |






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